Das Schlachtfest

bei Bach Meyer

seit vielen Jahren ist der Bach-Meyer für sein Schlachtfest bekannt. Früher war das noch eine einfache Sache, der Hausmetzger kam, wir holten drei Schweine aus dem Stall, schlachteten diese im Hof, haben in unserer provisorisch eingerichteten Wurstküche (die hauptsächlich als Waschküche genutzt wurde) zerlegt und die Wurst gemacht und dann zwei Tage Schlachtfest gehalten.

Heutzutage sieht das alles anders aus. Die Schweine werden vom Bauer Udo Herdling aus Lohrheim artgerecht zum Fleischhof Bayer nach Niederwalmenach transportiert und dort geschlachtet, da Hausschlachtungen für gewerbliche Zwecke nicht mehr erlaubt sind. Vom Fleischhof Bayer werden die Schweinehälften im Kühl-LKW nach Hahnstätten in die Metzgerei Bernd Bremser gebracht. Hier dürfen wir unter erstklassigen hygienischen Standards zerlegen und die Wurst herstellen. Wenn alles runtergekühlt ist holen wir die Wurst, Fleischstücke und natürlich auch die legendäre Wurstsuppe zu uns nach Dörsdorf. (Hier frage ich mich was besser ist?)

Die Vorbereitungen laufen währenddessen auch schon hier in der Küche auf Hochtouren. Es werden Kartoffeln geschält für das Kartoffelpüree, Kartoffeln gekocht, gepellt und geschnitten für den leckeren Kartoffelsalat, Hackfleisch gebatscht (in Form gebracht), Zwiebeln geschnitten, Tische gedeckt und die Reservierungen bearbeitet. Eine Menge Arbeit in der viel Herzblut drin steckt und deswegen freuen wir uns auf Ihren Besuch.

Geschichte zum Schlachtfest:

Das feierliche gemeinschaftliche Zerlegen und Essen von erlegten Tieren kann durch Aschen- und Knochenfunde bis in die Altsteinzeit nachgewiesen werden. Zuerst wurde die Erlegung eines Tieres durch die Jagd feierlich begangen, mit der Domestikation verlagerte sich der Brauch zunehmend zur Feier der Schlachtung eines aufwändig und über einen langen Zeitraum gemästeten Tieres, das für die ganze Dorf- oder Clangemeinschaft – oder auch nur eine Familie – meist etwas Besonderes war. Das zu schlachtende Tier wurde vor dem Schlachten reich geschmückt und nicht selten vor der Tötung von einem religiösen Würdenträger gesegnet, um die Besonderheit des Augenblickes zu verstärken, aus Urfehde und/oder um böse Geister vom Fleisch und somit von den späteren Verzehrenden fernzuhalten. Parallelen können zum religiösen Opferfest oder rituellen Opferungen gezogen werden, auch wenn da der Nahrungserwerb eher nebensächlich war und ist.

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